14. September 2022
Metropol, Zürich oder online

Sanierungsrecht

Weitgehend neu geregelt wird das aktienrechtliche Sanierungsrecht, welches bisher in den Art. 725 und 725a OR normiert war. Neu formuliert wird namentlich die Pflicht des Verwaltungsrates die Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Bereits unter dem geltenden Recht besteht die Pflicht, auf Veräusserungswerte umzustellen, wenn in den nächsten zwölf Monaten die Einstellung der Tätigkeit oder Teilen davon nicht abwendbar erscheint (Art. 958a Abs. 2 OR). Weiterhin muss auch künftig die Gesellschaft Massnahmen beim hälftigen Kapitalverlust ergreifen und bei Überschuldung das Gericht benachrichtigen. Für Letzteres gibt es unter bestimmten Umständen neu eine Gnadenfrist von max. 90 Tagen. Zulässig bleiben Rangrücktritte. Aufgehoben wird indes der Konkursaufschub gemäss Art. 725a OR), möglich wird künftig nur noch eine Nachlassstundung sein, die aber seit der letzten Revision des Sanierungsrechts im SchKG nicht mehr zwangsläufig durch einen Nachlassvertrag abgeschlossen werden muss.
 Zwei der renommiertesten Sanierungsexperten geben in diesem Kontext einen Überblick über das gesamte Sanierungsrecht und zeigen auf, wie nunmehr die Sanierung durch Nachlassstundung eine grössere Bedeutung erlangen könnte.
 
Treffen Sie Lukas Glanzmann und Daniel Staehelin am Schulthess Forum SZW-Tagung zum Aktienrecht 2022.